Vita

Björn Kuhligk, 1975 in Berlin (West) geboren, wuchs in Berlin auf und lebt dort mit seiner Familie. Seine ersten literarischen Texte veröffentlichte er in Zeitschriften, Fanzines und Anthologien der Social Beat-Szene.

Lyrik

Sein erster Gedichtband Es gibt hier keine Küstenstraßen (2001) erschien  in der von Heinz Ludwig Arnold herausgegebenen Lyrikedition 2000. Im Berlin Verlag folgten die Lyrikbände Am Ende kommen Touristen (2002), Großes Kino (2005) und Von der Oberfläche der Erde (2009). Zuletzt erschienen im Hanser Berlin Verlag Die Stille zwischen null und eins (2013) und Die Sprache von Gibraltar (2016).

Glossen, Reportagen usw.

Eine erste kleine Sammlung von Prosaminiaturen und Kurzgeschichten erschien in Leben läuft (2004). Die Tagebuchtexte, die während eines einmonatigen Aufenthalts in der türkischen Stadt Eskişehir entstanden, sowie eine Auswahl von Kurzgeschichten erschienen in Bodenpersonal (2010) im Verlagshaus J. Frank / Verlagshaus Berlin. 2012 begann er regelmäßig Glossen für die Rubrik „Berliner Szenen“ der taz zu schreiben sowie literarische Reportagen und veröffentlichte mit Großraumtaxi (2014) eine Sammlung dieser Texte im Verbrecher Verlag. Im März 2020 folgt mit Kurzstrecke eine weitere Sammlung  im Quintus Verlag.

Reise

Im Berliner Taschenbuch Verlag erschien der Reisebericht Der Wald im Zimmer – Eine Harzreise (2007), den er zusammen mit Jan Wagner schrieb. Zusammen mit Tom Schulz folgten im Hanser Berlin Verlag Wir sind jetzt hier – Neue Wanderungen durch die Mark Brandenburg (2014) und im orell füssli Verlag Rheinfahrt – Ein Fluss, seine Menschen, seine Geschichten (2017). Im Literatur Quickie-Verlag folgte Cartagena – Ein Reisebericht (2018).

Herausgabe

Mit Lyrik von Jetzt – 74 Stimmen (2003) im Dumont Verlag und Lyrik von Jetzt zwei – 50 Stimmen (2008) im Berlin Verlag gab er zusammen mit Jan Wagner zwei Sammlungen junger deutschsprachiger Lyrik heraus. Zusammen mit Tom Schulz gab er im Berliner Taschenbuch Verlag Das Berliner Kneipenbuch (2006), Das Kölner Taschenbuch (2007), Das Hamburger Kneipenbuch (2008) und Das Münchner Kneipenbuch (2009) heraus, für die Autor*innen, die in den jeweiligen Städten leben, Kurzgeschichten über ihre Lieblingskneipen schrieben. Das Kölner Kneipenbuch erschien 2011 im Dumont Verlag in überarbeiteter Neuauflage.

Workshops und Schreibwerkstätten

Seit 2005 leitet er Workshops und Schreibwerkstätten für Schüler*innen, Kinder, Jugendliche und Lehrer*innen an Schulen, literarischen Einrichtungen und Stadtbibliotheken, u. a. 2003-2006 open poems der literaturWERKstatt Berlin / Haus für Poesie und 2015-2017 Lyrik-Schreibzimmer am Literaturhaus Frankfurt.

Preise und Stipendien

Für Die Sprache von Gibraltar erhielt er den Arno-Reinfrank-Literaturpreis (2018). Für die Arbeit daran erhielt er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats (2015), ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung (2015) sowie ein Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung (2014). Für Die Stille zwischen null und eins erhielt er den Kunstpreis Literatur der Lottostiftung Brandenburg (2013). Für die Arbeit an Von der Oberfläche der Erde bekam er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats (2008) sowie ein  Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung (2007). 1997 gewann er den open mike der literaturWERKstatt Berlin / Haus für Poesie.