Berlin in 80 Imbissen

Favoritenpresse, Klappenbroschur, 17 x 12 cm, 120 Seiten, 81 Fotos, ISBN 978-3-96849-211-7
Der Imbiss ist sozialer Treffpunkt, ein Ort für Plauderei, das Feierabendbier, die Mittagspause, eine Stelle, wo das Essen auf uns wartet und wir nicht auf das Essen. Ihn gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Jeder sieht anders aus, jeder ist ein Unikat, jeder ist ein Zeugnis unserer Alltagskultur. Sie stehen an Straßenecken, auf Plätzen, eingeklemmt zwischen Häusern, am Waldrand, im Zentrum. Und doch verschwinden diese Orte immer mehr. Es war an der Zeit, die Imbisse der Hauptstadt zu dokumentieren, denn Berlin ist die einzige Weltstadt Deutschlands und die Imbissbude eine wichtige kulturelle Errungenschaft.  Björn Kuhligk hat über den Zeitraum eines Jahres von den Rändern der Stadt bis ins Zentrum die schönsten freistehenden Imbisse, die einen festen Standort haben, fotografiert. Und somit ein eigensinniges Gesamtbild des gegenwärtigen Berlins geschaffen. »Imbiss Berlin« ist eine Reise durch die Stadt. 

Kein kulinarischer Führer, kein nostalgisches Heimweh-Projekt. Was dabei entstand, ist vielmehr eine Dokumentation und ein stilles Plädoyer zugleich: für Orte, an denen noch gegessen wird, ohne handgeschnittene Pommes und vegane Soßen.

Michael André Ankermüller, Berliner Zeitung

Ein Fotobuch, das es schon längst hätte geben müssen. Die fotografierten Stationen prägen unser Stadtbild und unseren Alltag.

Marion Brasch, radioeins

Ein bildhaftes Plädoyer, den Berliner Imbissstand nicht aus seiner selbstverständlichen Existenz ins Vergessen verschwinden zu lassen.

Caterina Schiliro, BÜCHERmagazin

Kuhligk fotografiert diese Orte mit einem feinen Gespür für ihre Umgebung. Die Buden stehen selten isoliert im Bild – stattdessen werden sie eingebettet in ihr Umfeld: Hochhausfassaden, Straßenkreuzungen oder vorbeiführende S-Bahn-Linien erzählen immer auch ein Stück Stadtgeschichte mit. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie es ihm gelingt, die Eigenheiten und Unterschiede der einzelnen Imbisse sichtbar zu machen. Was auf den ersten Blick wie eine einfache Sammlung wirkt, entfaltet beim genaueren Hinsehen eine größere Tiefe. Es geht um Stadtentwicklung, um Alltagskultur, um Identität – und darum, wie schnell sich selbst vertraute Dinge wandeln. Kuhligk gelingt es, diese Aspekte unaufgeregt und ohne Pathos sichtbar zu machen.

Thomas Winter, Fotobuch-Ecke